Chrysler Stratus - Eine Alternative?

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Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Rautenfahrer » Di 16. Okt 2018, 10:47

Moin,

auf meiner Suche nach einem Tauglichen Cruiser für den Sommer bin ich über den Chryler Stratus gestolpert. Diesen gibt es immer wieder für kleines Geld, und stiltechnisch gefällt er mir sehr.
Tendenziell übermotorisiert und schluckfreudig, aber irgendwie "Edel", für ein Cabrio sehr geräumig, dabei auf dem Markt häufig verfügbar und billich.

Aber: Taugen die rund 15 Jahre alten Schlitten was? Kann man die guten Gewissens reaktivieren, oder sind das "Löcher ohne Boden", bei denen sich der Einsatz nicht lohnt?

Irgendwie hat Chrysler hier auf dem Markt keine Präsenz, Erfahrungsberichte finde ich nur bis 2011, 2012, also nix in den jüngeren Jahren was einem Hinweise auf mögliche Risiken geben könnte.

Ersatzteilverfügbarkeit scheint kein Problem zu sein, zumindest die typischen E+V Teile werden gut geführt.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon weichei65 » Di 16. Okt 2018, 15:12

Übermotorisiert halte ich für ein Gerücht, da gabs ja nur 2,0-Vierzylinder und 2,5l-V6. Beides eher träge Gesellen, der V6 war von Mitsubishi glaube ich.
Die Getriebe taugen nix, zumindest in Europa. Selbst die Schalter sollen wohl anfälligere Kandidaten sein, die Automaten sowieso. Teile gibts billig, wenn man Wartezeiten in Kauf nehmen kann aus den USA, aber auch hier, wenn man etwas sucht und nicht grad ne AHK braucht, die wird schon fast mit Gold aufgewogen.
Die Innenräume sind lausig billig gemacht, dagegen wirkt selbst manch alter Japaner viel hochwertiger. Da nützt auch Leder nicht.
Wenn man zügiger um die Kurve fährt, sollte die Straße nicht zu wellig sein, sonst kommt das Gefühl auf, das das Heck gleich woanders hinfährt. Verwindungssteif wie Schlagsahne....

Ich mag die DInger nicht wirklich, deswegen weiss ich auch nicht mehr drüber. Bin aber mal damit gefahren.
Wenn du was solides möchtest, das gerade etwas preiswerter ist, schau dich nach einem Saab 9-3 Cabrio um, der fühlt sich dagegen an wie ne Burg und hat durchaus Qualitäten.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Rautenfahrer » Di 16. Okt 2018, 16:33

Danke für den Hinweis.
Unzuverlässige Getriebe, weiche Karosse, unsichere Straßenlage und unnötig teure E-Vs sind ein (ok, mehrere) ziemliches KO-Kriterium.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Burt » Di 16. Okt 2018, 17:55

Baugleich mit Sebring?
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Rautenfahrer » Di 16. Okt 2018, 20:33

Laut Wiki, ja. Sebring (USA-Name), Stratus (Export/EU-Name)
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon dreiradfahrer » Di 16. Okt 2018, 21:48

Der einzige Kontakt den ich jemals mit so einem Ding hatte, war bei einem Freund in den USA. Das Teil führ eigentlich recht ordentlich, wenn auch typisch amerikanisch. Genau wie die Verarbeitung, schön konnten die Amis noch nie, selbst mancher Cadillac ist ja schlechter verarbeitet als ein Yugo, aber robust ist das Zeug normalerweise schon.

Zu dem Zeitpunkt (Anfang der 2000er Jahre), als ich damals gefahren bin, hatte das Ding an die 300.000 drauf, Meilen wohlgemerkt. Kurze Zeit später ging es dann bei einem Unfall über den Jordan.

Bei den Getrieben dürfte es wohl so sein wie schon beim LeBaron: Wenn man die Dinger ordentlich, sprich amerikanisch, fährt und die Wartungsintervalle einhält halten sie, wenn man mit teutonischem Betonfuß und festem Glauben an Longlife-Service unterwegs ist eben nicht.
Amifahren muss man wollen und mögen. Ich bin ja zwei Jahre meinen Crown Vic gefahren, war mal ganz interessant, aber unbedingt nochmal brauch ich das nicht.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon weichei65 » Mi 17. Okt 2018, 07:25

Rautenfahrer hat geschrieben:Danke für den Hinweis.
Unzuverlässige Getriebe, weiche Karosse, unsichere Straßenlage und unnötig teure E-Vs sind ein (ok, mehrere) ziemliches KO-Kriterium.


Ich hab mich wohl unklar ausgedrückt. Ich meinte lediglich die Verwindungssteifigkeit, nicht das Fahrverhalten. Letzteres ist untadelig, aber amerikanisch halt. Bissl weich und entkoppelt, aber da gibts weitaus Schlimmere.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Rautenfahrer » Mi 17. Okt 2018, 09:10

weichei65 hat geschrieben:Ich hab mich wohl unklar ausgedrückt. Ich meinte lediglich die Verwindungssteifigkeit, nicht das Fahrverhalten. Letzteres ist untadelig, aber amerikanisch halt. Bissl weich und entkoppelt, aber da gibts weitaus Schlimmere.


"weich" bzw. "entkoppelt" finde ich okay, gehört für mich zum Fahrgefühl von "über die Straße schweben" und damit gewissermaßen ein Stilelement.

Ich bin unschlüssig, ob sich das Projekt lohnt. Man kriegt interessante Modelle zum Fusseltarif, aber ich habe keine Ahnung, ob sie voller bösartiger Überraschungen sind.


weichei65 hat geschrieben:Wenn du was solides möchtest, das gerade etwas preiswerter ist, schau dich nach einem Saab 9-3 Cabrio um, der fühlt sich dagegen an wie ne Burg und hat durchaus Qualitäten.


Ich finde den Saab9-3 zu zwei Konditionen interessant:
https://www.autoscout24.de/angebote/saa ... ?cldtidx=1
-> Motor Klappert und sehr billig, guter Restzustand. Kann alles mögliche sein, von Harmlos (Zündung) bis Tödlich... ich bin neugierig, aber an sowas trau ich mich ohne Hilfe nicht ran.

https://www.autoscout24.de/angebote/saa ... ?cldtidx=2
-> Kühlkreis defekt, aber Ersatzteile vorhanden. Quasi ein Miniprojekt. Oder gibt es da noch andere "Überraschungen", die man beachten muss?

Unfusselig dann ab 2000 Euro aufwärts.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Sandmann2875 » Mi 17. Okt 2018, 12:22

Ich habe mich diesen Sommer intensiv mit einer Cabrio Suche im Low Budget Bereich beschäftigt und verschiedenste Exemplare besichtigt.

Auch ein Stratus/Sebring war darunter.

Zunächst sieht der Wagen unheimlich cool aus. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen mit allerlei Helferlein. Man flezt bequem und dann kommt die Ernüchterung. Die verarbeiteten Materialien wirken billig, knarzen und klappern. Der 6 Zylinder wirkt müde durch die träge schaltende Automatik. Erschreckend war der Verbrauch auf der Probefahrt. Als ich mir dann noch den Unterboden und die Türunterkanten angeschaut habe stand für mich fest, dass es so einer nicht wird.
Eine Rostvorsorge hielt Chrysler wohl nicht für nötig.
Es mag gepflegte Exemplare geben, aber mir gefiel die Fahrweise und Verarbeitung überhaupt nicht.

Es gab 2 Modelle, welche mich als 4 Sitzer Cabrio in dieser Preisklasse überzeugt haben.

Da ist der Golf 3, welcher zugegebener Maßen so spannend ist wie eine Steuererklärung und auch übel rosten kann, aber die Auswahl ist groß und Ersatzteile sind problemlos und günstig zu bekommen.

Mein Kandidat, welchen ich mir zulegen werde, ist das Toyota Paseo Cabrio.
Die Technik ist robust, der Wagen im Vergleich zum Stratus wertig verarbeitet, der kleine Motor für mich ausreichend spritzig und hat dazu eine gefällige Form.
Auch hier ist auf Rost zu achten und das Angebot ist sehr überschaubar.
Eventuell kommt dieser ja auch für dich in Frage.
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Re: Chrysler Stratus - Eine Alternative?

Beitragvon Rautenfahrer » Mi 17. Okt 2018, 13:13

Paseo ist auf meinem Radar, aber bisher kein guter Kandidat vor die Flinte gelaufen.

und ja, es macht schon einen Unterschied, ob man ein leergewicht von 1.064kg (Paseo) oder 1.600kg (Stratus) vor sich her schiebt.

Wie gesagt: Es ist mir als interessantes Auto in der Fusselpreisklasse ohne Lobby aufgefallen. Verbrauch ist relativ unwichtig, da ich es halt primär für eine Reise anschaffen/aufarbeiten/verkaufen will. Würde ich es lange nutzen wollen, so würde ich es auf Gas umrüsten (bei großvolumigen Motoren eher unbedenklich).
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