Lithium Ionen Motorradbatterie laden

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Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Rollsportanlage » Sa 2. Nov 2019, 00:08

Vor etwa nem halben Jahr habe ich im Rahmen der Wiederbelebungsversuche die absolut tote Uraltbatterie der Suzuki ersetzt. Da das Möpp keinen E-Starter hat und der Preisunterschied aufgrund der geringen Größe der Batterie recht gering war habe ich damals so ne ultra leichte Lithium-Ionen Ding (JMT HJTX5L-FP) gekauft . Leider ist das Teil nun auch leer. Eventuell gibt es da ein Kriechstrom-Problem.

Kann man diese Batterien bedenkenlos an son oldschooliges 12V-Blechladegerät hängen?
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Ein modernes Gerät besitze ich nicht und im Netz heißt es immer man brächte für diesen Batterietyp ein "spezielles" oder "geeignetes" Ladegerät. Leider wird da nie erklärt, was son Ladegerät auszeichnet.
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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Förby » Sa 2. Nov 2019, 04:49

Es steht eigentl. immer dabei ob das Ladegerät für lithium ionen Batterien geeignet ist .
Genaugenommen brauchst du bestenfalls auch einen geeigneten LIchtmaschinenregler Spannungen über 14,8V sind schädlich für die Batterie.
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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon weichei65 » Sa 2. Nov 2019, 11:36

Ist so. Hab das Problem mit der Harley meiner Nachbarin auch gerade. Da ist mittlerweile die zweite LI-Batterie drin, und das Ding ist tot. Wird vom Moped nicht richtig geladen und bleibt einfach ohne Strom während der Fahrt liegen. Hat ihr Ex gekauft, ohne sich vorher zu informieren. Mit ihrem Standard-Ladegerät macht die auch nix.
Ladegerät muss passen und der Lima-Regler auch.
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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Bullitöter » Sa 2. Nov 2019, 11:55

Das kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Eigentlich kann sone Liion Motorradbatterie nur aus 3 Zellen in Reihe bestehen. Andernfalls wäre die Leerlaufspannung der vollen Batterie bei 16,8 V und hätte damit die KFZ grenzen verlassen.
Bei 3 Zellen sinds 12,6V und damit geich einer Bleibatterie. Aber das würde über kurz oder lang ein Feuerwerk wegen überladung geben wenn die Batterie keinen eingebauten Laderegler hat. Ein Balancer muss sowieso drin sein.





Gerade gesehen, Fahrzeugbatterien sind i.d.r Lithium Eisenphosphat Akkus. Doe bestehen dann aus 4 Zellen bei 12V und sind damit nahezu Identisch wie Bleiakkus was die Spannungen angeht. Außerdem stecken die sich nicht selbst in Brand. Der Rest trifft aber trotzdem zu. Ein Laderegler sollte drin sein um bei erreichen der Volladung abzuschalten. Der muss in der Batterie sitzen, wo anders geht nicht. Ich gehe aber davon aus, dass die Hersteller sowas weglassen oder bewusst zu hoch auslegen da sonst zu befürchten wäre, dass so eine Batterie jahrzehnte hält.

Ich hätte daher, was das alte Ladegerät angeht, keine Bedenken,die ich nicht bei ner Bleibatterie auch hätte.


Bei den ollen Ladegeräten besteht manchmal nur die Gefahr, dass die mit der Spannung deutlich zu hoch gehen wenn die Batterie voll ist, weil es nur eine Strombegrenzung gibt.

Am besten schließt du mal anstelle einer Batterie einen Kondensator an mit ein paar 100 microfarad und misst dann mit dem Multimeter die Spannung. Wenn die dann nicht höher als die max. Spannung der Batterie, im zweifelsfall 14V ist, gibts keine Probleme. Wenns mehr ist, musst du den Ladevorgang sicherheitshalber ständig im Auge haben und bei erreichen der max. Spannung abschalten, damit dir das Ding nicht schlimmstenfalls um die Ohren fliegt.
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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Rollsportanlage » So 3. Nov 2019, 18:33

Ok, danke. Dann mache ich mich mal auf die Suche nach nem entsprechenden Kondensator und probiere das aus. Für das Ladegerät muss ich aber eh noch ne neue 7,5A Sicherung besorgen. Mal sehen wo sich was findet.
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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Harry Vorjee » Mo 4. Nov 2019, 10:55

Eure Akkus werden leider einfach tot sein !

Wie so eine Li-ion Mopedbatterie aufgebaut ist, habe ich noch nicht gesehen. Sie wird aber wohl aus 4 Zellen bestehen mit einem Spannungswandler.
Eine normale Zelle arbeitet zwischen 2,5 Volt ( 0% ) und 4,1 Volt ( 100% ) Im oberen Bereich, wird also die Spannung mit dem Wandler also wohl auf ca 13 Volt beschränkt.

Was ich eigentlich sagen möchte, sollte eure Spannung an der Batterie unter 10 Volt liegen, sind die Zellen tiefenentladen und damit auch defekt !!!
Diese können dann nicht mehr aufgeweckt werden.

Eigentlich, ist eine Li Ion Batterie als "Starterbatterie" im PKW / Motorrad total fehl am Platz.
Einer Blei- oder auch eine Gelbatterie geht es am besten, wenn sie bei annähernd 100% Ladespannung gehalten werden und dafür genutzt werden, wenn sie kurzzeitig viel Strom abgeben müssen und dann gleich wieder auf 100% gebracht werden. Dabei erreichen diese Batterien die ihre längste Lebendauer.

Einer LI Ion Batterie dagegen, geht es am besten, wenn Sie immer zwischen 20 und 80 % laufen. Dabei immer schön kontinuierlich Strom abgeben und durch Zwischenladungen immer zwischen 20 und 80 % bleiben.
Eine Aufladung der letzten 20 % also von 80 bis 100 % sind der pure Stress für diese Akkus. Im PKW / Motorrad werden sie durch die Lima aber immer genau dort gehalten, das verkürzt die Lebensdauer extrem. Eine Aufladung auf 100% brauchen die Akkus eigentlich nur in großen Abständen, um einen Ausgleich der Zellenspannung zu machen.

Und zu der eigentlichen Frage nach dem Analogen Ladegerät, solltet ihr euch da vorher sehr sicher sein, das in den Akkus auch ein Laderegler verbaut ist. Wenn nicht, ist das Strom einbringen mit einem analogen Ladegerät in die Li Ion Zellen vergleichbar damit, wenn man in einem Motor keine kontrollierte Verbrennung statt finden lässt, sondern im Zylinder eine Stange TNT Zündent.

Wie das aussieht kann man sich in vielen Filmchen im Netz ansehen " LI-AKKU-BRAND "

Gruß

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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Bullitöter » Mo 4. Nov 2019, 18:38

Leider ist da nicht viel wahres dran.

Wie ich ja auch erst lesen musste und entsprechend schrob sind diese Ersatzakkus sicherlich (fast) immer aus Lithium Eisenphosphat Zellen zusammengesetzt. Die haben eine Zellenspannung von ca. 3,2V im mittel und werden mit 3,4 - 3,5V geladen. Da braucht es also bei 4 Zellen in Reihe keinerlei Boost oder Buck Converter, was auch schwierig wäre bei den Strömen die Anlasser so verlangen.

Dann sind gerade Li Ion Zellen eben nicht tot wenn die komplett leer sind. Das kann sein, ist aber sehr selten. Ich habe viele solcher Zellen aus alten Laptop Akkus schon seit jahren irgendwo liegen, 90% davon lassen sich einfach aufladen und sind OK. Ich vermute das Gerücht kommt daher, dass die meisten Li Ionen Akkupacks eine Elektronik zwischen den Zellen und dem Ausgang haben. Die macht garnicht selten den Sack zu wenn der Akku mal auf 0 war. Die Zellen sind trotzdem OK. Dieser Fall ist natürlich nicht ausgeschlossen.

Da Li Ion Akkus nicht überladefest sind, brauchen sie einen Laderegler. Bei einer Starterbatterie muss der in der Batterie integriert sein und nur der ist dafür verantwortlich wie weit der Akku geladen wird. Was die Lichtmaschine macht ist da egal. Man kann natürlich, sicherlich nicht zu unrecht, davon ausgehen, dass die Hersteller die Ladeschlussspannung hoch ansetzen, damit se fette Kapazität aufdrucken können und das Ding auch zeitig kaputt geht.
Ebenso muss der Akku auch zum Zellenausgleich nicht zwingend ganz voll geladen werden. Das ist bei Bleiakkus so, da die eben überladefest sind. Wenn eine Zelle hinterherhängt, dann fließt der Strom eben durch die übrigen, bereits vollen Zellen, einfach ohne Schaden anzurichten hindurch. Bei einem Li Ion Akkupack darf das auf keinen Fall passieren, weshalb der Laderegler immer auch einen Balancer enthalten muss, der dafür sorgt, dass beim laden alle Zellen die gleiche Spannung haben. Wann der Balancer mit seiner Arbeit beginnt ist wieder abhängig davon was der Hersteller gebaut hat.

Richtig ist also nur, dass der Bereich für optimale Lebensdauer irgendwo um 20 - 80% ist. Wo der Akku tatsächlich arbeitet, bestimmt der Hersteller des selbigen, da im Fahrzeug nunmal kein Batteriemanagement system vorhanden ist.

Das mit den ungeregelten Ladegeräten (ob die nun Digital oder Analog arbeiten spielt keine Rolle) ist im Prinzip richtig, aber wenn wir über einen Starterersatzakku reden, dann hätte ich, wie gesagt, keine Bedenken den mit einem 0815 Ladegerät zu laden, solange die Ladeschlussspannung nicht über 14V hinaus geht. Im Fahrzeug passiert nix anderes, da muss das auch halten. Daher der Hinweis, das Ladegerät mit einem Kondensator abzuschließen und dann die Spannung zu messen. Die einfachsten Rumpelteile werden dann irgendwas um die 19V anzeigen und die sollte man weder auf einen Lithium noch auf einen Bleiakku unkontrolliert loslassen wenn man keinen Bock auf Unfälle hat.

Alles in allem denke ich aber auch, dass die Lithium Baterien vor allem für einen gut sind - den Hersteller. In nem Moppet mit Anlasser würde ich ne ganz normale Blei Starterbatterie oder halt ne passende Blei Gel Batterie vebauen, in einem ohne Anlasser einen günstigen Blei Gel Akku für USV Anlagen. Hatte ich so in der Awo drin, und hab ich nach wie vor in der Schwalbe, dass tut seinen Dienst. So ganz nebenbei zahlt man für die USV Batterien kein Pfand, aber man kann sich damit welchen erstatten lassen wenn das Auto ne neue Starterbatterie braucht :verlegen:
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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Harry Vorjee » Mo 4. Nov 2019, 19:07

Leider ist da nicht viel wahres dran.


Ich weiß ja nicht, was du beruflich machst, aber du solltest wechseln !!!

Kannst woanders bestimmt viel mehr verdienen, wenn du Firmen sagen kannst, was sie alles falsch machen.

Denn deiner Meinung nach, machen dann Hersteller von Elektrostaplern wie Still, Jungheinrich, Linde usw mit ihren Batterieherstellern wie SAFT, BMZ usw seid über 10 Jahren so gut wie alles falsch. Verwunderlich nur, dass so alles was ich nach deinen Aussagen tag täglich falsch angehe so erfolgreich ist und einfach funktioniert.

Deine beschriebene Vorgehensweise funktioniert bestimmt, glaube ich dir auf´s Wort. Ist aber in etwa so, als wenn man eine Verbrennungsmotor regelmäßig mit Bremsenreiniger oder Startpilot startet. Kann man machen und der Motor springt auch mit an, doof nur, dass zuerst der ganze Schmierfilm von den Zylinder gewaschen werden und anschließend die ersten Verbrennungen viel zu heiß sind.

Methoden von Wald und Wiesenschraubern eben.

( Nicht böse und schon gar nicht persönlich gemeint )

Aber gut, probiert es aus, ich wollt nur meine Meinung sagen und bin aus der Diskussion raus.

MFG

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Re: Lithium Ionen Motorradbatterie laden

Beitragvon Bullitöter » Mo 4. Nov 2019, 21:53

Ja, klar, bevor man ernsthaft etwas disskutieren könnte biste lieber raus...

Ich hab eher das Gefühl du verwechselst da was. Nämlich was ich jemandem VOR einem Kauf rate, oder was er machen kann wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.


Wie so eine Li-ion Mopedbatterie aufgebaut ist, habe ich noch nicht gesehen. Sie wird aber wohl aus 4 Zellen bestehen mit einem Spannungswandler.
Eine normale Zelle arbeitet zwischen 2,5 Volt ( 0% ) und 4,1 Volt ( 100% ) Im oberen Bereich, wird also die Spannung mit dem Wandler also wohl auf ca 13 Volt beschränkt.


Is eben nich so, weil es sich um Lithium Eisenphosphat Akkus handelt die eben bei 3,3 - 3,4 V 100% haben und bei 2V 0%. Damit stimmt das fast mit Bleiakkus überein.

Was ich eigentlich sagen möchte, sollte eure Spannung an der Batterie unter 10 Volt liegen, sind die Zellen tiefenentladen und damit auch defekt !!!
Diese können dann nicht mehr aufgeweckt werden.

Das ist sicherlich ne angebrachte Aussage wenn ich Garantie auf meine Arbeit geben muss, aber zu hause gibt es wohl keinen grund eine tiefentladene Batterie nicht wieder zu laden und zu gucken ob es funktioniert, da es nunmal einfach nicht stimmt, dass sowas nicht mehr aufwacht. Kann sein, muss aber nicht. Ich erleichtere dich übrigends gerne um all deine Bleibatterien die du sicherlich direkt ausbaust und entsorgt wenn mal eine auf 10V oder tiefer entladen wurde.

Im PKW / Motorrad werden sie durch die Lima aber immer genau dort gehalten, das verkürzt die Lebensdauer extrem.


Das ist zwar möglichweise richtig, liegt dann aber nicht an der Lichtmaschine sondern an der im Akku verbauten Ladeelektronik.

Eine Aufladung auf 100% brauchen die Akkus eigentlich nur in großen Abständen, um einen Ausgleich der Zellenspannung zu machen.


Die Zellenspannungen kann das Batteriemanagment quasi auf jedem gewünscten Ladezustand ausgleichen, dass ist eine reine Konstruktionssache.

Und zu der eigentlichen Frage nach dem Analogen Ladegerät, solltet ihr euch da vorher sehr sicher sein, das in den Akkus auch ein Laderegler verbaut ist. Wenn nicht, ist das Strom einbringen mit einem analogen Ladegerät in die Li Ion Zellen vergleichbar damit, wenn man in einem Motor keine kontrollierte Verbrennung statt finden lässt, sondern im Zylinder eine Stange TNT Zündent.


Das ist je nach Ladegerät ein nicht unpassender vergleich, allerdings tut ja die Lichtmaschine im Fahrzeug genau das selbe, also ist es völlig egal ob ich den Akku nun mit dem Ladegerät hinrichte oder mit dem Fahrzeug (jedenfall wenn ich mich vorher davon überzeugt habe, dass das Ladegrät nicht noch einen draufsetzt).

Ich beziehe das in diesem Fall auch nur auf Li Ion Akkus die als Ersatz für Bleibatterien Angeboten werden! Mit allen anderen Li Ion Akkus tut man gut daran weniger Robustes handeln an den Tag zu legen!

Naja und, wie ich schon sagte,

Eigentlich, ist eine Li Ion Batterie als "Starterbatterie" im PKW / Motorrad total fehl am Platz.


damit haste meiner Meinung nach recht, sofern das Fahrzeug nicht speziell dafür ausgerichtet ist.
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