Bamako Motors Headquarter

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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon Alex86 » So 18. Mär 2018, 03:42

Nettes Projekt! Hatte ich dir das erzählt? So einen Wagen in mintgrün habe ich quasi täglich an meiner alten FH gesehen. Genauer gesagt, fuhr irgend jemand von der nebenan gelgenden Arbeitsagenturverwaltung so einen und hatte immer pünktlich zu unserer Mittagspause Feierabend. :-)
Gut möglich also, dass noch einer in DDorf herum fährt.
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon wrecksforever » Fr 30. Nov 2018, 00:34

Ewig nix geschrieben. Im Sommer mache ich lieber andere Dinge, als lange am Rechner zu sitzen.

Der Figaro fährt inzwischen und steht hier im Headquarter in der Garage. Außer bei ein paar Lack- und Konservierungsarbeiten am Unterboden bin und war ich bei dem Projekt außen vor. Nach bestandenem TÜV wurde er im Juli zugelassen:

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Der Sprinter hat ein neues Bett aus einem Ikea-Klappbett bekommen. Ist praktischer als das alte feste. Im eingeklappten Zustand kann noch ein schmales Mopped daneben parken, wie z.B. dieser Neuzugang, meine 2. ANF 125:

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Der Volvo musste im Frühjahr einige Transportaufgaben erledigen. Manchmal wäre ein Kombi praktischer gewesen:

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In den Sommerferien ging es mit meiner Freundin wieder mal nach Indonesien. Wir sind 4 Wochen mit "leichtem" Gepäck mit dem Roller durch ganz Bali getourt.

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In vielen Fällen wären wir mit dem Auto nicht weiter gekommen. Wege zu schmal.

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Der Gunung Agung, der größte Vulkan Balis, hat zwar gebrodelt und gequalmt, war aber ansonsten ruhig. Eigentlich hatte ich vor der Reise ein wenig Sorge wegen des Vulkans, der seit September 2017 wieder aktiv ist. Dafür haben wir 2 Erdbeben erlebt, die in unserem Umfeld keine größeren Schäden verursacht haben, aber auf der Nachbarinsel Lombok umso verheerendere mit vielen Toten. Auf Bali waren die Beben aber deutlich spürbar. Da ich lieber mit dem Roller Reise und erst eingeplante Inseln nahe Lombok aufgrund ihrer KFZ-Freiheit vom Reiseplan gestrichen wurden (die Gili-Inseln nahe Lombok), hatten wir einfach Glück.

Wieder unzählige coole Karren am Straßenrand:

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... und auf dem Brett stehen schaffe ich auch noch so gerade...

Anfang September hatte ich den mal wieder geliehen:

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Ab nach Köln damit:

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In kurzer Hose bei Sonnenschein hin und nachts im Panzeranzug zitternd zurück nach Düsseldorf.

Da im Düsseldorfer Zentrum mit meiner Freundin zusammen nun zusätzlich zum Headquarter noch eine Wohnung existiert, musste der Fuhrpark angepasst werden. Parkraum ist knapp und der rote Spacy hat eine bescheuerte Kiste bekommen:

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Mit dem Volvo musste ich an fast allen Parklücken vorbeifahren. Eigentlich cool, so ein großes Auto in der Stadt, aber wenn man es partout nicht parken kann, ist es Mist.

Meine Wahl fiel auf einen verbeulten Daihatsu Cuore L7 mit Automatik Getriebe. Habe ich bis jetzt nicht bereut, verbraucht in der Stadt 7 Liter Sprit, das schafft kaum ein anderer Automatik.

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Obwohl das Urteil mit Diesel Fahrverboten in Düsseldorf bisher noch nicht umgesetzt wurde, welches ja in vielen Fällen auch Autos mit Euro 2 betrifft, habe ich mir schon länger Gedanken gemacht, wie es mit dem Volvo weiter geht. Die Entscheidung wurde mir abgenommen, als Rosi von nordwind zum Verkauf stand. Nur eine Woche, nachdem ich den Automatik-Cuore gekauft hatte.


Ich hatte mir überlegt, entweder ein Auto mit H zu kaufen oder einen Wagen, der mindestens Euro 3 hat. Die beiden Cuore haben Euro 3 und sind Benziner, Rosi sollte sich in der Stadt mit nicht mehr als 6 Litern fahren lassen. Letztens auf einer Langstrecke mit richtig Gas ( 140-150), hat sie 5,8 Liter gebraucht. Bei der Geschwindigkeit hätte der Volvo fast das Doppelte verbraucht.
Dann eben 2 Cuore und der Volvo ging wieder nach Dortmund zum Brauer. Rosi bleibt im Headquarter in der Garage und soll wenigstens bei Schnee und Salz nicht fahren, damit der sehr gute Zustand des Unterbodens nicht schlechter wird. Trotzdem habe ich sie noch mal komplett neu "fluidfilmisiert":

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Gerade die rostanfälligen Stellen an den Trägern über der Hinterachse sprießen von innen und außen nun nur so vor Fett :top:

Der Verbeulte soll noch einige Zeit bleiben, er ist wirklich bequem und mir eigentlich als Auto völlig egal. Solche Karren machen mir am meisten Spaß.

Gruß, wfe
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon Rollsportanlage » Fr 30. Nov 2018, 00:54

Schön mal wieder was zu lesen.
Sind die Ursache für den miesen Karosseriezustand vieler Cuore eigentlich beim Hersteller zu suchen, oder eher Besitzer zuzuschreiben, die die Karren als Wegwerfautos kompromisslos auf Verschleiß fahren und keinerlei Pflege oder Wartung zukommen lassen?
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon wrecksforever » Fr 30. Nov 2018, 01:06

Daihatsu ist halt die Billigmarke von Toyota. Was mir aber noch zehnmal lieber ist, als die Billigmarke von jedem anderen Autokonzern, außer vielleicht von Volvo bis 1995.

Trotzdem rosten die Kisten an vielen Stellen (Träger hinten, Radläufe, Schweller, ...) einfach von innen durch. Richtig dick ist das Blech auch nicht, aber dafür wiegt ein Cuore in etwa so viel wie ein Polo 86c und ist trotz des neueren Baujahres dementsprechend sparsam.

Klar spielt es auch eine Rolle, dass viele die Kleinwagen vernachlässigen. Ist halt ein Billigauto, welches oft in der Hand von Besitzern ist, die schlicht zu doof für Rostvorsorge sind. Deshalb war ich ja eigentlich auch schon immer an Rosi interessiert, die schon von nordwind sehr gut - und nach meinen Vorstellungen - konserviert wurde.

Gruß, wfe
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon shopper » Fr 30. Nov 2018, 05:18

Das Kennzeichen ist Klasse....


In Gedenken an den Vorbesitzer


:top:
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon nordwind32 » Fr 30. Nov 2018, 11:50

Rollsportanlage hat geschrieben:Sind die Ursache für den miesen Karosseriezustand vieler Cuore eigentlich beim Hersteller zu suchen, oder eher Besitzer zuzuschreiben, die die Karren als Wegwerfautos kompromisslos auf Verschleiß fahren und keinerlei Pflege oder Wartung zukommen lassen?


Die geplante Obsoleszenz wird bei Daihatsu über den nicht vorhandenen Rostschutz erreicht. Mehr als die 8 Jahre Durchrostungsgarantie müssen sie ja auch nicht halten. Alles andere hält bei den Kisten ewig, wenn man nur alle 12 Monate/15.000 km frisches 5W-30 wechselt. Wenn man das nicht macht kleben ratzfatz die Ölabstreifring fest und der Ölverbrauch schnellt in die Höhe und du hast eine Nebelmaschine. Wenn die Ringe kleben und er Öl verbrennt ist der Qualm WEIß! Nicht blau wie man normalerweise annehmen würde. Da wird dann schnell mal die KoDi gewechselt, obwohl die gar nicht kaputt ist :schwachsinn:
https://www.youtube.com/watch?v=3UilT2Fg6f8
Daihatsu rosten auch IMMER von innen nach außen. Wenn du Rostpickel entdeckst ist die Stelle schon durch!

Den fehlenden Rostschutz kann man mit Fett in 2 Std nachholen. Der ganze Unterboden hat Blindstopfen über die du in alle relevanten Hohlräume kommt.

Wenn nix gemacht wird rosten einfach die hinteren Längsträger um die Federaufnahmen heimlich unter der Unterbodenschutzpampe weg.
Ich schätze mal das über 90% der unbehandelten L7 grade ihren letzten TÜV runter fahren.
Fahrzeuge mit weniger als 50.000 km mag es vielleicht noch ein paar geben, die sich ohne Schweißarbeiten versiegeln lassen. Der Nachfolger L251 rostet noch schneller!

Bei Rosi mussten bei 58.000 km vor über 4 Jahren schon die Schwellerendspitzen geschweißt werden. Die Längsträger waren noch gut bevor ich die 5 kg FluidFilm ins Auto gesprüht hatte.
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon Rollsportanlage » Fr 30. Nov 2018, 15:56

Hevvy, dachte nicht, dass bis in die Nuller-Jahre hinein noch Autos mit Korrosionsschutz auf dem Stand der 70er gebaut wurden.
Obwohl viel neuere Karren in den nicht sichtbaren Bereichen auch nur die KTL-Beschichtung auf dem Blech tragen. :shit:
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon viking » Fr 30. Nov 2018, 16:06

dann mach dich mal schlau, wie viele neukarren wieder mit ausgeschäumten hohlräumen rumfahren. nur weil man sicherstellen kann, dass das geile doppelkupplungsgetriebe oder die gelängte steuerkette pünktlich mit 180tkm den wirtschaftlichen totalschaden einläuten, heißt das noch lange nicht, dass auf den bewährten karosserietod verzichtet wird.
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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon weichei65 » Sa 1. Dez 2018, 11:05

Das Rosten ist bei Autos nach 2000 wieder ein echtes Thema, Ausnahmen bestätigen die Regel. Im Vw-Konzern, bei Mazda oder bei BMW ist es stellenweise echt übel, Volvo sind schinbar immer noch ganz brauchbar, ich hatte gerade einen 03er V70 ll auf der Bühne, der echt gut war.

Zum Thema: Den Figaro find ich mal echt witzig. Einer der Begründer der Retro-Welle, dem Gutbrod Superior fast aus dem Gesicht geschnitzt. Passte noch nicht richtig in die Zeit, andere Retrokisten hatten da mehr Erfolg. Wie der MX5-NA, der ja eine unverhohlene Kopie des Lotus Elan war.

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Re: Bamako Motors Headquarter

Beitragvon Stuntman Marc » Do 6. Dez 2018, 08:04

viking hat geschrieben:dann mach dich mal schlau, wie viele neukarren wieder mit ausgeschäumten hohlräumen rumfahren. nur weil man sicherstellen kann, dass das geile doppelkupplungsgetriebe oder die gelängte steuerkette pünktlich mit 180tkm den wirtschaftlichen totalschaden einläuten, heißt das noch lange nicht, dass auf den bewährten karosserietod verzichtet wird.


Unterschreibe ich so!
Schaum bringt eben zusätzliche Steifigkeit in die Hut- und Doppel-Hut-Profile. Hält sie auch bei einem "Impact" auf Abstand und führt zu dünneren und damit leichteren Blechgüten. Ist in etwa so sinnvoll wie Start-Stopp-Automatik oder 0W20-Öl.

Überhaupt macht mir die Motorenfront Sorgen. Bei manchen Herstellern werden inzwischen wirklich weitgehend gute Karosserien eingesetzt - MB W204 als Beispiel, die Türkantenrost nur bei Misshandlung kennen und auch sonst weitgehend ohne konstruktive Dummheiten die Korrosion fördern auskommen. Schön und gut, aber es gibt keine haltbaren Motoren mehr. Auf Diesel habe ich per se keine Lust, wird aber gerade günstig. :-) Der OM642 ist aber relativ anfällig, kompliziert gebaut und hat eine halbe Millionen möglicher Fehlerquellen. Das Benziner-Pendant M272 hat einlaufende Kettenräder der Ausgleichswelle, die Kette längt sich gerne und undichte Ventildeckeldichtungen heißen nichts anderes als die integrierte Lagergasse der Nockenwellen zu öffnen. Katastrophe!!! Über meine geliebte Marke mit dem Propeller spreche ich erst gar nicht. Wo die Probleme am M62TU schon anfingen, gehen sie nahtlos am N62 weiter und werden eher schlimmer als besser. Auch wenn ich noch keinen einzigen E60 mit Rost gesehen habe, kann man unter dem Strich die anfällige Elektrik/Elektronik und die Motoren vergessen. Ich bin völlig ratlos und befürchte fast, dass ich irgendwann so ein verschrobener Typ mit uuuuuuralten Autos bin, die er noch im Alltag fährt.


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