Was der Fränk so schraubt

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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Frankass » Mi 9. Mai 2018, 13:20

zum Chamäleon, Batterie abklemmen hat geholfen. Karre hat sich selbst geheilt. Startet wieder wunderbar auf Sprit und schaltet dann auch direkt auf LPG um und läuft.

Wegen dieser Luposcheiße will ich eigentlich gar nicht wissen wie viele von den Rönten mit schleichendem Motorschaden unterwegs sind bzw. auch gedealt werden. Wenn man sowas kauft muss man eigentlich ne Öldruckmessung und auch ne Sichtprüfung der Nocke machen.

Ich hab Montag Urlaub und werde dann am Kopf weiterarbeiten. Hab mir auf der Maloche nen besseres Werkzeug für das Montieren der Keile machen lassen. Mein Behelfsteil war für nen fummeligen Ausbau okay aber nicht um die Keile wieder sauber montieren zu können. Wenn das gut geht, schleife ich alle Ventile im Kopf noch mal neu ein. EInfach nur weil es jetzt eh alles auseinander ist und nur unwesentlich mehr Arbeit an dem Scheißhaufen bedeutet. Hoffentlich lohnt der Aufriss und am Ende wird die Freundin glücklich mit dem Teil. Zumindest vorübergehend.

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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Frankass » Di 15. Mai 2018, 09:10

Neues vom Lumpi:

Ich hab ja schwer überlegt noch weitere Ventile neu einzuschleifen. Dem Youtube-Video das Tesla gepostet hatte nach, hab ich dann mal an den restlichen Ventilen diesen Test durchgeführt. Zunächst an der Einlassseite. Da tat sich nix. Dann die beiden Ventile der Auslassseite (also 1. und 4. Zylinder) mit Brennspiritus geflutet. Zylinder 4 ließ schon ganz leicht durch. Man konnte sehen wie sich die Rußablagerung im Brennraum etwas feucht zog. Die augenscheinliche Dichtheit des 1. Zylinders fand ich dann schon seltsam. Angepustet mit der Ausblasspistole konnte man dann im Kanal geblubber erkennen. Daher entschied ich mich auch die beiden anderen Auslassventile zu ziehen und neu einzuschleifen.

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Anschließend dann der Einbau mit Hilfe der Standbohrmaschine und dem neu angefertigten Rohrstück. Problem hierbei war den Hebel der Standbohrmaschine permanent unten zu halten und zeitgleich trotzdem noch zwei Hände für das reinfummeln der Klemmkeile zu haben. Ich hab es dann so gelöst, den Hebel mit einer Kordel und nem ollen Keilriemen mit dem Fuß unten zu halten. Ging besser als gedacht auch wenn ich dabei wie ne Mischung aus Karate Kid und dem sterbenden Schwan ausgesehen haben muss. Zuvor hatte ich mir noch ne Holzplatte zurecht gesägt um eine größere Auflagefläche für den Zylinderkopf zu haben. So ließ der sich super unter der Bohrmaschine hin und her schieben.

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Anschließend dann reinigen der Dichtflächen, Einbau der neuen Hydros, Reinigung, Ölung und Einbau der Schlepphebel und der Nocke und schlussendlich das einhauchen der Dichtfläche vom Deckel und zusätzliches Ölen der Lagerstellen der Nocke. Deckel druff, Kopp einbaufertig.

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Weiter geht es dann am kommenden Samstag mit dem reinigen der Dichtfläche des Blocks und dann steck ich den Scheiß wieder zusammen. Ich hab nen ganz guter Gefühl dabei. Könnte die Lösung sein. Könnte ;)
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon santeria » Di 15. Mai 2018, 11:04

Sehr cool, vor allem die Lösung mit der Standbohrmaschine als Ventilfeder-Niederhalter.
Hoffe echt nach Zusammenbau schnurrt der Wagen endlich wie er soll..

:like:
Frankass hat geschrieben:Ging besser als gedacht auch wenn ich dabei wie ne Mischung aus Karate Kid und dem sterbenden Schwan ausgesehen haben muss..

:king: Handwerkliche Arbeiten mit dem Einsatz aller erdenklicher Extremitäten ist lustig - freue mich irgendwie immer wenn ich mit Kopf/ Knie/ Fuß/ Oberkörper eine zweite Person ersetze... allerdings mesitg danach und nicht währenddessen.
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Tesla » Di 15. Mai 2018, 21:59

Sehr schön! Klasischer Motorenbau, das mache ich eigentlich am liebsten von der ganzen Schrauberei. Hast du die Ventile auch auf Dichtigkeit geprüft? Das mit der Polo-Selbstheilung hatte ich mir schon fast gedacht. Mein Volvo ist auch bisl was fett eingestellt und zeigt nach 2-3tkm VollGAASbetrieb ähnliche Murren. :moped:
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Rollsportanlage » Di 15. Mai 2018, 23:18

Hoffentlich ist der Polo bald mal durch.

Son Niederhalter für die Tischbohrmaschine habe ich auch, jedoch besteht meiner aus nem Stück 1" Wasserrohr mit aufgeschraubter Endkappe und ner Schraube durch.
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Frankass » Di 22. Mai 2018, 10:24

War am Samstag abschließend am Lupo zugangen. Da sollte ja nun der überholte Kopf rein. Auf dem ersten Foto sieht man warum ich nen Schrottkopf montiert hatte. Mein Motorkran verliert über die Zeit leider an Höhe und so konnte ich den Zahnriemen nicht dauerhaft auf Spannung halten. Also hab ich einen der kaputten Köpfe drauf gesteckt und dort das Zahnriemenrad dran aufgehangen.

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Erster Akt also, Kran wieder auf Spannung pumpen und temporären Kopf anbnehmen.

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Alte Zylinderkopfschrauben für den Einbau vorbereiten.

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Dichtungsreste mit nem ollen Ceranfeldschaber und nem Staubsauger entfernen.

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Zur Sicherheit mal die neue Dichtung mit der alten vergleichen und selbiges auch mit den neuen Zylinderkopfschrauben durchführen.

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Dichtungsflächen von Block und Kopf sauber.

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Bohrungen der Zylinderkopfschrauben reinigen.

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Dann hab ich mich einmal kurz gewundert. Der Beipackzettel der neuen Dichtung hatte ne andere Anzugsreihenfolge als der Etzold. Sollte aber vom Schema her fast aufs gleiche hinauslaufen. Ich habe dann Elring vertraut ;)

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Etwas trottelig war die abgesägte Schraube links unten zu platzieren. Das ist die Schraube in der Öleinfüllöffung. War etwas fummelig die da raus zu kriegen. Beim nächsten Mal dann besser links oben und recht unten.

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Dann Schrauben nach Anleitung angezogen. Ich muss sagen, ich hab vorher lange überlegt die Gewinde zu schmieren. Hab mich dann dagegen entschieden da beide Anleitungen nix dazu gesagt haben. Im Nachhinein denke ich, ich hätte es tun sollen. Die letzten 90° haben in den Gewinden teilweise zu heftigem stick-slip geführt. Da hatte ich bei den Alugewinden schon etwas Angst. Ist aber alles gut gegangen.

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Karre wieder komplettiert.

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Der große Moment, Probelauf. Klingt ganz okay, keine komisches Gerassel, nix was vom Motorgeräusch her beängstigend wäre, mal etwas Gas geben....piep...piep...piep...Ölkontrollleuchte vermeldet mangelnden Öldruck! Karre natürlich sofort aus gemacht und laut "Fuck" gerufen.

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Noch mal in mich gegangen. Hin und her überlegt. Ich hatte den Geber für das Öldruckinstrument schon mit eingebaut. Allerdings das Instrument selbst nicht weiter verkabelt. Das hab ich dann noch mal reingesteckt und mir den Öldruck angesehen. Der passt so weit und bleibt auch wenn das Öl richtig warm ist wo er sein soll. Also ein Stück weit Erleichterung.

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Ich hab dann den Geber für die Warnleuchte noch mal ausgebaut. Da hing etwas Schmutz davor. Teil gesäubert und nun rennt der Lupo wie er soll. Lambdafehler ist noch da und Flexrohr hab ich wohl beim Motortausch selbst hingerichtet. Das krieg ich aber dann in den nächsten Wochen auch noch in den Griff.

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Direkt am Sonntag hab ich angefangen den Arosa zu schlachten. Dabei gab es nicht Besonderes bisher. Montag schneite dann zufällig der Tesla bei mir in der Halle rein. Der wollte ein paar Poloteile holen und hatte offenbar etwas zu viel Zeit ;)
Gemeinsam haben wir dann ziemlich zügig an der Arosa Schlachtung weiter gemacht und den Großteil ausgebaut. Den Rest schaffe ich dann schon noch am kommenden WE weg. Noch mal vielen Dank an dieser Stelle an dich, Jan (Tesla).
Ich hab ihm für das FFT zwei Kartons mit Weihnachtsgeschenken für die Forennasen mitgegeben. Mal sehen was da so unter das Volk gebracht werden kann.

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Naja, eigentlich will ich meinen Fuhrpark ja verkleinern. Aber ein Hallenkollege machte mir ein Angebot, dass ich nicht ablehnen konnte. Nun hab ich auch noch den sandfarbenen T3 an der Backe. Kniestück vorne rechts und Schweller in der Mitte links muss neu. Ansonsten recht gut beieinander das Teil. Neuer Stoff im Hochdach, Campingausstattung im Innenraum, Motor ist 1,7D KY und läuft, bissl Technik in Sachen Bremse etc. zu machen und n bissl Kosmetik an den Dehnungsfugen. Wird vermutlich direkt nach der Arosaschlachtung auf die Bühne rollen und Liebe von der Blechnähmaschine erhalten.

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Da bei der Karre die Sitze vorne fehlen, suche ich sowas oder auch nur Sitzkonsolen um andere vorhandene Sitze dafür umbauen zu können. Falls wer was hat, bitte anbieten.
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Burt » Di 22. Mai 2018, 20:09

Recaro-Sitze aus den Manta passen fast Plug-and-Play. Man muss nur die untere Schiene festbraten. Man sitzt auch schön tief dann...
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Tesla » Di 22. Mai 2018, 20:57

Ich hab zu Danken für die Poloteile :prost: Habe heute auch direkt alles reingeschlüsselt in die Möhre. Das ex-Polodil macht auf Feldwegen immer noch richtig Bock :moped: Kann es kaum erwarten, dass mein 86c fertig wird, auch wenn sich viele hier fragen warum man so nen wertlosen Schrott aufbaut :-)
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Brauer89 » Di 22. Mai 2018, 21:15

Kann es kaum erwarten, dass mein 86c fertig wird, auch wenn sich viele hier fragen warum man so nen wertlosen Schrott aufbaut :-)


ist doch klar, damit man was zu tun hat.
als Alternative haste ja den volvo umd der läuft und läuft und läuft :prost:
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Re: Was der Fränk so schraubt

Beitragvon Tesla » Di 22. Mai 2018, 21:50

Am Volvo ist auch was zu tun... Der bekommt warscheinlich beim Frankass nächstes Wochenende eine frische Kupplung verpasst. Die Aktuelle kommt nur noch auf den letzten Millimeter, würde ungern im Juli am Arsch von Schweden damit liegenbleiben. Unglaublich, nach 277tkm schon kaputt :kevin:
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