Twingo seine VWs

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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Hubra Pit » Di 10. Jul 2018, 23:40

Hallo Martin,

Sau geile Arbeit,
du gehst so gründlich vor wie ich auch.

Ist dein Maschinchen von ESAB?

Hab da auch eine von,
Inverter zum Elektroden Hand schweißen,
aber super Qualität,
von denen gibt's noch mehr.
Gruß Pit...

Sorry, aber leider Grimmfan...
Hubra Pit
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon outrage » Mi 11. Jul 2018, 09:20

ESAB Caddy, feines Teil, hab ich auch.
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Twingo » Mi 11. Jul 2018, 20:04

Servus,
danke für das Lob :verlegen: Und das von jemandem, der es wirklich kann... siehe deine Radlaufvergrößerung :top:

Ja das ist ein ESAB Caddy Mig C200i. Und ich schweiße übrigens mit Fülldraht, ebenfalls von ESAB.
Hatte da Anfangs große Vorurteile, allerdings wurde ich eines besseren belehrt. Gleichmäßige Punkte/Nähte, schöner Einbrand, und verschweißt wirklich alles.

Also, mittlerweile ist es schon Mai... hier ein Bustreffen, da ein Termin, ... das zieht sich im Sommer manchmal.
Aber es ging vorne los.

Erstmal den Aussenschweller + Radlauf raushauen. Wo es ging die Schweißpunkte aufgebohrt, wo die nicht mehr vorhanden waren, mit der Schruppscheibe aufgeräumt.
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Leider war die Trittstufe auch arg angeriffen (von aussen durchgerostet), also musste da auch einiges weg. Um allerdings noch ein paar Anhaltspunkte zu behalten, habe ich die Stufe nicht komplett, sondern zweigeteilt ersetzt.
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Das erste Blech, das reinkam war der Innenschweller, dessen Position so ziemlich das wichtigste ist. Leider war die Kiste auch ausserhalb des Reparaturblechs rostig, also erste Schablonen gebastelt...
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...und eingeschweißt.
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Das Prinzip war ja immer gleich: Hohlräume von innen nach aussen wieder aufbauen, mit so wenig Einzelteilen wie möglich. Das hintere (innere) Endstück habe ich aus 1mm Blech gedengelt - war auch gute 3h damit beschäftigt :king:
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Dann konnte ich die Aussenkontur einschweißen. Das Stück der B-Säule vorne ist ein Rep.blech vom Bus, das ich aber auf die Pritsche angepasst habe.
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Ich behaupte jeder T4 ist an der Trittstufe richtung Radhaus rostig... dieser natürlich auch, also habe ich gleich großzügig ersetzt. Für 27€ kann man auch mal ein original VW Teil kaufen (das schwarze)
Leider ist es nicht für die Beifahrerseite erhältlich, also ist da Handarbeit angesagt.
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Vom vorderen Teil der Trittstufe habe ich leider keine Bilder gemacht, erst als es drin und angepinselt war :gruebel:
Aber man erkennt es hoffentlich... das Innenleben ist "rostfrei".
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Bald geht es weiter mit Aussenblech, und Front.

Gruß, Martin
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Tesla » Mi 11. Jul 2018, 21:47

Wow, deine Karosseriearbeiten sehen echt erstklassicg aus. Ich hatte erst neulich auch das Vergnügen mit einem T4 Transporter. Hab da nen halben Quadratmeter Blech reingenäht für den Tüff. Radläufe, Radkästen, Schweller etc.
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Brauer89 » Mi 11. Jul 2018, 22:18

Tesla hat geschrieben:Wow, deine Karosseriearbeiten sehen echt erstklassicg aus. Ich hatte erst neulich auch das Vergnügen mit einem T4 Transporter. Hab da nen halben Quadratmeter Blech reingenäht für den Tüff. Radläufe, Radkästen, Schweller etc.


Hab bald auch einen am Start. dann weiß ich ja an wen ich mich wenden kann wenn es da mal so weit ist. :moped:

@twingo, saubere Arbeit die du ablieferst
Die 10 Grimmbote !!!11!!!1111!!!!!
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Bullitöter » Mi 11. Jul 2018, 22:49

Puh, da bin ich ja echt froh, dass ich nen schwulen T3 und deshalb keine Ahnung vom T4 Schweißen hab, das klingt ja viel besser als "ich hab nichmal genug Zeit und Bock für meinen eigenen Scheiß".

Die Arbeiten gefallen auch wenns ein Falschrumbus is. :-)
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Dulle » Mi 11. Jul 2018, 23:29

schön gelötet, gefällt mir!
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Twingo » Do 12. Jul 2018, 18:19

Vielen Dank, ihr seid zu gut :10:

Bitte denkt daran, dass Bilder immer wesentlich besser aussehen, als in natura. Das ist mein erstes Auto, das ich schweiße...

Aber hier kommt der nächste Teil:
Der Radlauf ist beim T4 (wie bei allen anderen Autos wahrscheinlich auch) aus doppelagigem Blech aufgebaut, das muss natürlich rosten. Das war hier der Fall, also wie unten auch schon, ausgeschnitten.
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2 verkackte Schablonen später, war dann eine brauchbare dabei...
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...welche dann auch ein brauchbares Blech ergeben hat. Hier wie im original auch ein 0,7er Blech, allerdings verzinkt.
Wie man sieht, zeichne ich mir auch immer Biegekanten an, das macht es wesentlich einfacher, wenn man nur einen Schraubstock zum dengeln hat.
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Sobald alle innenliegenden Teile drin waren, musste natürlich erst mal die Baustelle "Einstieg" fertig werden... fertige Reparaturbleche sehen immer geil aus :aegypten: Auch wenn man an diese auch noch ewig hinbiegen darf. Die billigen halt...
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Erstmal nur angepunktet, da danach die Tür wieder eingebaut wurde. Um nochmal stundenlang an Spaltmaßen rumzueiern.

Im Bodenblech war noch die anfangs besagte Stelle zu machen. 3 Bleche übereinander, Radhaus, Trittstufe und Bodenblech, schön vom Rost aufgequollen. Die habe ich einfach stumpf mit der Flex ausgesägt,um ein 1,5er Blech einzusetzen.
Bild

Somit war ich "hinten" soweit mit dem Gröbsten durch :high5:
Allerdings war ja noch der Innenteil des Kotflügels zu machen. Dreidimensional gebogene Bleche, zum kotzen. Aber in ein paar Segmente aufgeteilt, war das mit etwas Zeit auch zu schaffen. Ist halt viel von Hand und mit Wasserpumpenzange gebogen, ganz ohne Schraubstock oder so.
Bild

Dick Farbe drauf, und schon sind auch die ersten Spalten zu :king:
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Es folgt der vordere Längsträger und etwas Blech im Motorraum.

Gruß, Martin
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Frankass » Fr 13. Jul 2018, 09:15

Alter, das ist ne Menge (sauberer) Arbeit für so nen Ding. Muss Liebe sein. Respekt!
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Re: Twingo seine VWs

Beitragvon Twingo » Sa 14. Jul 2018, 16:56

Servus,
vielen Dank..es ist jedenfalls mehr als eine Vernunftbeziehung glaube ich :gruebel:

Nach einer Woche Urlaub, war die Fahrerseite dann soweit.
Der Querträger vorne steht in der Regel immer unter Wasser, tolle Sollroststelle. Gabs wohl '94 auch schon.
Hier wurde -wie in den Radläufen ja auch- schonmal professionell geschweißt. Alte Schwerlastregale oder so, mit Elektrode.
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Als das Gröbste davon entfernt war, habe ich mich den Löchern im Motorraum gewidmet. In 4 Teile aufgeteilt, eins nach dem anderen ersetzt, um die originale Form nicht zu verlieren.
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Nicht wirklich schön, aber stabil und auf den ersten Blick nicht zu erkennen.
Hier aber noch nicht fertig verschweißt, deshalb so wenig Schweißpunkte.

Als dann nach oben hin wieder zu war, habe ich die Reste des originalen Querträgers entfernt und etwas sauber gemacht.
Man sieht schön, wie sich der schwarze Metalliclack meiner Reparaturbleche spiegelt :king:
Habe ich aus einem 2001er Multivan Generation rausgesägt, war mal eine Dachhaut.
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Den Zubehörträger passendgebogen... von "passen" konnte man vorher eigentlich gar nicht reden... das Zeug ist der pure Müll)
Eingeschweißt, und Farbe drauf. Da erkennt man meine "Schweißkünste" besser.
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Da ich ja unterm Carport platzmäßig etwas eingeengt bin, gleich noch Arbeiten erledigt, an die ich grad gut rankam. Puff wieder rein...
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...und Bremsen an der Hinterachse erneuert. Bremsleitungen, Schläuche, Zylinder, Seil, Federn, Beläge.
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Und dann war es soweit: nach fast einem halben Jahr wurde die Karre mal wieder bewegt :aegypten:
Zwar ohne Motorkraft, da ja der Tank ausgebaut ist, aber immerhin ein paar Meter im Hof.
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Schließlich muss ich ihn, um die Beifahrerseite schweißen zu können, umdrehen.

Langsam, aber stetig wird es halt doch wieder ein Auto.

Bis demnächst... Gruß, Martin
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