Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon outrage » Sa 4. Jan 2020, 12:21

So Interesse halber: wieviel Strom zieht der Lüftermotor? Und welchen Typ MOSFET hast du vorgesehen?
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Fuchs » Sa 4. Jan 2020, 13:14

Bullitöter hat geschrieben:Warum gibt man an der Stelle auf wo man nurnoch eine Glühlampe einsetzen muss und einen Flachstecker crimpen und aufstecken muss?


Soweit ich weiß ist in NL die Blinkerkontrolle nicht vorgeschrieben.

Die zusätzliche Lampe hat wahrscheinlich mit der Anhängergeschichte nix zu tun...

THC war wahrscheinlich trotzdem beteiligt :king:
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Bullitöter » Sa 4. Jan 2020, 23:22

Ich bin eher der Meinung, dass die Lüftermotoren davon kaputt gehen wenn se eben nicht im grunde permanent laufen. Ich hab das Gebläse nie aus und bis auf ein bisschen reinigen und schmieren hab ich noch nie was machen müssen an den Motoren. Das Cabrio hat so immerhin gute 410.000 km draufgespult.

Weißer Qualm aus der Lüftung kann aber nicht das Schaltergedöhns gewesen sein. Das Gebläse muss den Rauch ja angesaugt haben. Schau dir mal den Vorwiderstand an, vielleicht funktioniert bei dir das Bimetall nicht und da hats gekokelt.

Passiv lüften geht doch aber beim 44er. Du musst den Regler einfach nur bis etwa zur hälfte schieben, dann ist die Klappe offen aber der Motor bekommt keine Spannung. Die liegt erst an, wenn du bis zur 1. Raste schiebst.

Der Motor sollte rechnerisch bei Vollgas und 14V 12A ziehen. Bei recht schlapper Batterie mit 11,2V hab ich 9,8A gemessen.
Je nach Platz nehm ich entweder BUZ100 oder wenns passt besser IRFP064. Die hab ich da.

Das mit der Blinkerkontrolle in NL mag sein, aber warum mach ich das bis auf ne Restarbeit die wahrscheinlich weniger als ne Minute beansprucht nicht fertig? Aber was frag ich, anstatt den defekten Hydraulikdruckspeicher zu tauschen haben se ja auch erst an 3 Stellen Leitungen im Motorraum durchgekniffen um dann Schlussendlich den Kontakt aus dem KI Stecker zu ziehen weil se das letzte was man noch hätte abknipsen können dran gelassen haben.
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Bullitöter » Sa 11. Jan 2020, 23:46

Wie auch immer,

Die Platine für die Lüftung ist in mache...

Zwischendurch hab ich die Uhr repariert, es war zum Glück doch nix mechanisches. In der Uhr sitzen 2 Elkos die mächtig Kapazität verloren haben. Lesen konnte man da drauf nix mehr, aber die Uhr von Mordzedes sieht Schaltungstechnisch gleich aus. Das weiß ich von nem Foto aus nem Benz Forum und da konnte man gut lesen, dass beide 100 µF haben.
Ausgetauscht, funzt wieder. Die alten Elkos waren nebenbei auch noch extrem Temperaturabhängig, darum funzte die Uhr zuverlässig oberhalb von ca. 20°C und ebenso zuverlässig nicht mehr unterhalb dieser Grenze.

Bei der Gelegenheit hab ich dann auch gleich alle Kontrollampen im KI ausgetauscht. Gefunden hab ich die irgendwie nur von Topran aber was solls, es sind Glühlampen, da sollte nicht viel schiefgehen.... denkste.

5 Stück hab ich beim Einbau zerstört. Die haben sich einfach selbst zerquetscht bei der 90° Drehung zum verriegeln. :shit:

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2 Stück konnte ich nur nach erwärmen mit dem Feuerzeug einsetzen, wie kann man bloß so eine Scheiße produzieren :-|

Ich hoffe die halten wenigstens.

Danach wollte ich den Motor starten aber der weigerte sich mal wieder. In letzter Zeit sprang er nach längeren standzeiten immer schlecht an, aber ich hatte das auf die Batterie geschoben die ziemlich Platt ist. Heute war die maximal durchgeladen mit Netzteil parallel dran und wieder nix. Nach Sprit gestunken hats genug also musste es wohl die Zündung sein. Funke war zwar da, kam mir aber etwas schwach vor. Vor dem Verteiler hats aber richtig gescheppert, also Kappe runter.

Die Elektroden waren ganz schön vergrießgnaddelt, interessanterweise aber ganz unten auf der kannte. Da ich aus Kostengründen die Zündanlage auf SAE Anschlüsse ungebaut habe, ist natürlich ne Verteilerkappe drauf die da eigentlich nicht hingehört. Ich kann nicht ausschließen, dass die Verteilerwelle später bzw. bei anderen Verteilern minimal länger war da es den WH ja nur sehr kurze Zeit gab und der Verteiler leider nur eine Teilenummer komplett mit Kappe hat, spätere Verteiler für länger gebaute Motoren also zwangsweise ne andere Nummer haben :shit:

Jedenfalls sprang er nach reinigen von Kappe und Läufer dann auch an, hat aber weiterhin bei der Gasannahme gezickt. Immer wenn das nix war kamen tickende/ knisternde Geräusche aus der Ecke mit dem Verteiler. Da der ganze Knatsch so weit unten an den Elektroden war, hab ich dann mal testweise 2 Kupferdichtringe in Läufer gelegt, damit der etwas höher steht.

Bild

Im Ergebnis lief er dann viel besser und die Geräusche waren weg. Ob das von dauer ist, sehe ich dann im Frühling.

Das Vorhaben den Gebläsemotor auszubauen um ihn zu schmieren hab ich erstmal verworfen. Obwohl das Ding vom Motorraum aus zugänglich ist, ist es ein füchterlicher Sackstand den Gebläsekasten auszubauen, also hab ichs bei Ausblasen nit Druckluft und reinmeiern von PTFE spray belassen, vielleicht reicht das ja. Und dann kann ich ja noch Elektronisch dafür sorgen, dass er ne kleine Anlaufhilfe bekommt wenn man die Zündung einschaltet.
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon viking » So 12. Jan 2020, 01:19

:heul:
also ist der modder im kasten verplombt? :kotz:
hatte ich erst vor gut 2 jahren draußen um den wärmetauscher zu wechseln, ein job für einen, der freiwillig zur polizei geht :shit:
kriegt von mir auch die sprühbehandlung, bis ich ein gutes armaturenbrett aufgetrieben hab.
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Bullitöter » So 12. Jan 2020, 23:43

Nö, der Kasten ist ja in der Mitte teilbar. Aber das Ding ist mit ner Dichtmasse (keine Ahnung ob original) auf dem Schacht quasi verklebt. Dann müssen die Wasserschläuche auch ab und um da ausreichend gut dran zu kommen damit man auch Kraft aufbringen kann baut man ja am besten die Motorhaube runter. Das geht nu wieder nich alleine und wegen leicht schwergängigem Motor mach ich jetzt nich son Fass auf. Vor allem weil ich dann, wenn schon alles auseinander is, auch gleich den Wärmetauscher mit erneuern würde bevor man den Sackstand 2x mal macht.

Das ist wirklich mal ne echte Scheißkonstruktion. Die bauen so ein Ding im prinzip gut zugänglich in einen riesen Wasserkasten und bappen das dann so da drin fest, dass man Karosserieteile demontieren und Turnübungen auf dem Auto vollziehen muss :shit: :kotz:

Naja, wäre ja auch zu schön wenn das auch noch einfach ginge wie fast alles andere an dem Auto.

Was aber jetzt das Armaturenbrett damit zu tun hat?

Wie auch immer, die Schaltung für die Lüftung hab ich heute getestet und das klappt so natürlich nicht. Ist auch ziemlich logisch so im Nachhinein. Wenn ich die Basis mit dem Collector über ne Diode brücke dann fließt da natürlich Strom und die PNP Transistoren steuern sich selbst durch und steuern deshalb die Mos Fets durch und deshalb ist das immer an.

Ausgesehen hat das so, nu is alles bis auf die Fets erstma wieder weg.

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Neuer Versuch mit quasi historischer Mikroelektronik, dass sollte es tun (auch wenn sicher noch irgendwo n Bug drin is).

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Diesmal mit Extraoption, bei jedem einschalten des Gebläses wird , unabhängig davon was eingestellt ist, erst einmal der gemeinsame Widerstand der alle 3 Stufen etwas drosselt überbrückt, damit der Motor mehr Kraft zum anlaufen hat. Ich hoffe damit sind die Probleme erledigt.

:bier:

So, natürlich war n Bug drin. Der 910 Ohm Widerstand ist jetzt 2k groß, nu reicht der Abstand zur Ub, dass der OP auch operiert und das Ding macht was es soll.

So siehts aus und muss nu noch ins Gehäuse und dann ins Auto. :rollmops:

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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Bullitöter » Sa 18. Jan 2020, 22:44

Die Schaltung hab ich noch nem kleinen Belastungstest unterzogen. Bei 20A wurden die Transistoren doch etwas warm, also hab ich nem Rechner aus dem Schrott seinen GPU Kühler geklaut und ne rasugesägte Ecke an den letzten Transistor geschraubt. Damit bleibt alles im Rahmen und 20A ist ja auch deutlich mehr als im Betrieb aufteten.

Also heute die Stecker und Buchsen verdrahtet und den Deckel drauf gemacht.

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Am Auto dann als einzige Änderung eine Strippe auf den Stecker hinter der Schaltung umverdrahtet und wegen der langen Leitungswege die Masse verstärkt. Box angeschlossen - funktioniert :bier:

Die MOSFETS werden lauwarm und das Gebläse hat merklich mehr Power da der Motorstrom jetzt nicht mehr zig Meter durchs Auto hin und her macht.

Natürlich gibt es keine Stelle im Wasserkasten, die in Reichweite des Steckers liegt, an der man den Kasten einfach anschrauben könnte.
Die Halterung des Wischermotors bietet sich aber an. Das Gestänge ist zum Glück nur mit 3 leicht erreichbaren Schrauben befestigt, also schnell draußen.

Also sus einem zeitgenössischen Computergehäusedeckel von ~1987 eine passende Halterung gebaut.

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Wird noch lackiert und dann zusammengebaut, dann sollte dieses Kapitel hoffentlich für längere Zeit erledigt sein.
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Der-Hannes » So 19. Jan 2020, 11:08

Schöne Sachen die du wieder zum Leben erweckst und umgestaltest und die Guzzi sollte ein treuer Begleiter sein!
Die Schaltbox am Ende ist natürlich Sahne, schaut wirklich aus wie ein Orginalteil fehlt nur noch die Ersatzeilnummer. :10:

Ist in der Mitte ein EPROM verbaut Bullitöter?
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Bullitöter » So 19. Jan 2020, 14:17

Nein, mit nem Speicherbaustein kann und muss man bei sowas einfachem nix sinnvolles anfangen.

Das ist ein LM324 4fach Operationsverstärker wie er im Schaltplan gezeichnet ist.

Die Schaltung ist komplett dargestellt und kann so nachgebaut werden. Die eignet sich ohne Änderungen für alle Gebläse 3 stufigen Gebläse die über Masse geschaltet werden. Den Transtistor T8 und IC1d nebst allem was da dran hängt kann man einfach weglassen und Source von T5-7 direkt auf Masse legen wenn es diese Boosterstufe nicht gibt die in allen Stufen die Drehzahl anhebt wenn man auf Mittenausdtrömer schaltet. Das ist sicher ne Sonderfunktion vom C3 und selten anzutreffen.
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Re: Bullitöters geschraube - Luxusmurks

Beitragvon Käfer 67 » So 19. Jan 2020, 22:13

Bullitöter hat geschrieben:Nein, mit nem Speicherbaustein kann und muss man bei sowas einfachem nix sinnvolles anfangen.

Das ist ein LM324 4fach Operationsverstärker wie er im Schaltplan gezeichnet ist.

Die Schaltung ist komplett dargestellt und kann so nachgebaut werden. Die eignet sich ohne Änderungen für alle Gebläse 3 stufigen Gebläse die über Masse geschaltet werden. Den Transtistor T8 und IC1d nebst allem was da dran hängt kann man einfach weglassen und Source von T5-7 direkt auf Masse legen wenn es diese Boosterstufe nicht gibt die in allen Stufen die Drehzahl anhebt wenn man auf Mittenausdtrömer
schaltet. Das ist sicher ne Sonderfunktion vom C3 und selten anzutreffen.




Genau was ich mir gedacht habe...... :schlaupuper:
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