Ziemlich unsichtbar unter der Mittelkonsoleverkleidung verbaut und dann unter den Sitz.




Nun kann ich die 90er vernünftig fühlen und hab trotzdem noch den ganzen Kofferraum frei!
Dann habe ich der Versuch gewagt, heraus zu finden, was es denn mit der optischen Erscheinung des Fahrzeugs auf sich hat. Nicht ganz typisch für einen in Deutschland zugelassenen Starlet sind ja: Doppelheckflügel, vollverkleidete Innentüren und Seitenteile hinten, Stoffmuster, diese Art des Cockpits, Zierstreifen, der "MABU" Schriftzug auf der Tür, genullte TSN,..
Der Händleraufkleber klebt ja noch auf dem Heck und über den Namen findet man in Bielefeld tatsächlich einen ehemaligen Toyotahändler mit der Abkürzung "MABU" im Namen. Und das Beste: Auch heute existiert noch ein Autohändler, mit dem selben Nachnamen "Buschmann" vor Ort.
Diesen habe ich also mal eine Mail geschrieben und mein Anliegen geschildert. Vielleicht hätte er ja Lust etwas zur Aufschlüsselung der Historie beizutragen. Hatte er!
Wir schreiben ein, zwei Mail hin und her.. dann bat er mich doch einmal anzurufen. Er hätte nachgeforscht und für eine Mail wären das recht viele Informationen.
Gesagt, getan. Wir telefonierten gut 20 Minuten miteinander.
Zur Geschichte: Der Name "MABU" setzt sich aus den Vornamen und dem Familiennamen seiner Eltern und sich zusammen. Alle Vornamen beginnen mit Ma..(Manfred, Marianne(? Oder Magret?) und Maik und hinten dran das BU für Buschmann.
Sein Vater, leider mittlerweile verstorben, hatte das Autohaus in den 90ern geführt. Kurz nach der Grenzöffnung zur DDR wurde so ziemlich alles, was an "westlichen" Kleinwägen verfügbar war von den neuen Bundesbürgern ratzfatz weggekauft. Die Nachfrage war eine Zeit lang größer, als der Bestand. So hat er dann recht bald angefangen Fahrzeuge in Belgien, den Niederlanden und auch Frankreich zu suchen und zu importieren. Auch meiner kommt von dort. Vermutlich Belgien, oder Niederlande. (daher die genullte TSN).
Die Fahrzeuge, hat Buschmann Senior dann gerne etwas auf dem Hof individualisiert. Gerade die Starlets, denn für diese gab es in Deutschland, bis auf eine kleine Farbauswahl, ja praktisch keine Konfigurationsmöglichkeit. Mit dem sportlicheren Look ließen sie sich deutlich besser verkaufen. Es gab also mehr als nur den einen, wie meinen. Nun wird es spannend einen weiteren zu finden.
Auch an den Verkauf erinnert sich die Frau Buschmann (Mutter) noch gut. Der Wagen war für eine junge Frau, die in den Wagen ganz verliebt war. Sie war mit ihrer Mutter auf dem Hof und diese... "war etwas schwierig".
Das Fahrzeug wurde wohl auch noch vor einigen Jahren in Bielefeld fahrend gesehen. Von einer älteren Dame. Das alles passt haargenau zu den Unterlagen, die ich habe und letztendlich auch zu den Dellen und kleinen Kratzern, die er ringsherum hat.
Dann sprachen wir noch etwas allgemein über die Starlets.. etc pp. Ob ich gern eine Bedienungsanleitung zum Fahrzeug haben möchte. Er hätte da noch wo welche liegen. Gerne!
Jedenfalls an dieser Stelle einen ganz großen DANK an Maik Buschmann aus Bielefeld! Wir haben das natürlich vorher abgesprochen, dass ich die Geschichte niederschreiben darf. :-]

